Alexander Fuchs
Neue deutsche Literatur

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Richard Koenig

Aus dem Leben des Georg Heinrich Kanoldt

In den 1790er Jahren wird der Gothaer Kaufmannssohn Georg Heinrich Kanoldt von seinem Vater nach Hamburg in die Handelslehre geschickt. Neben der Arbeit und Ausbildung im Hause des Kaufmanns Schultz lernt Georg eine Reihe merkwürdiger Leute kennen und hat manches Erlebnis in der großen Stadt.

Da sind Maximilian und Barbara, Schultz' Kinder, mit denen er einen Ausflug unternimmt, der ganz anders als geplant endet. Da ist Stanislaus, der bei einem Pfandleiher arbeitet und seltsame wissenschaftliche Forschungen betreibt. Mit ihm und dem Hafenarbeiter und Bootsbauer Adam Probst verläuft sich Georg in den dunklen Gassen zu einem Haus, wo auch zu nächtlicher Stunde noch ein Licht leuchtet.

Schultzens ehemaliger Angestellter Arnold Overbeck, der jetzt auf eigene Faust arbeitet, betreibt mit Georg einen Stand auf dem Markt, und gemeinsam holen sie eine Fuhre Schafe aus der Heide, wobei unser Held in arge Schwierigkeiten gerät.

Schultz nimmt Georg mit zu einem Besuch aufs Land bei dem Baron Klestau, den er um Geld anpumpen will. Und der Hund Hannibal, den Georg bei dem Hundefänger Zanussi besorgt hat, damit er den Hinterhof bewachen soll, verschafft ihm durch ein kleines Malheur die Bekanntschaft mit Carola, dem Mädchen, das Georg unbedingt wiedersehen möchte ...

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Eleonore Junipher

Los días de la buena muerte

Erzählt wird die Geschichte der Eleonore aus Thüringen, die mit den spanischen Eroberern in die Neue Welt segelt, um das sagenhafte Goldland "Eldorado" zu finden.

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Alexander Fuchs

Entkommen

Der deutsche Ingenieur Paul Kelling arbeitet im Auftrag seiner Firma in einem Land im Innern Südamerikas. Die Kupfermine, in der Paul für die Technik verantwortlich ist, hat große wirtschaftliche Bedeutung für die Region und für die Stadt Santa Rosa. Laut einem Gutachten wird in dem Gebiet eine mächtige Erzader vermutet. Aber mit diesen Voraussagen scheint etwas nicht zu stimmen.

In Europa läuft der Krieg, den Deutschland entfesselt hat, auf Hochtouren, Frankreich ist besetzt, die Sowjetunion zu weiten Teilen erobert. Für die Juden in Deutschland hat die nächste Phase der Vernichtung begonnen. Josef Waldstein ist Teilhaber von Pauls Firma "Schmitt & Waldstein" und außerdem sein Schwiegervater. Pauls Frau Esther wartet zu Hause in Dresden auf die Rückkehr ihres Mannes.

Während einer nächtlichen Schießerei hilft Paul dem Eingeborenen Ansit, einem Waldbauern, der mit seiner Familie und seinen Kameraden aus ihrem Dorf vertrieben wurde. Paul und Ansit werden Freunde. Ein alter Ex-General will eine paramilitärische Truppe aufbauen und versucht, Paul dafür auszunutzen.

Durch einen Zufall lernt Paul eine junge Frau kennen, die in Santa Rosa einen Laden mit Waren aller Art betreibt. Lydia ist eine attraktive, selbstbewusste, aber offenbar etwas schwierige Persönlichkeit.

Als Esther Kelling von einer Reise zurückkommt, findet sie in Dresden das Haus ihres Vaters Josef ausgeraubt, er selbst ist verschwunden. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche nach ihm. Schließlich gerät sie in die Fänge des SS Hauptsturmführers Heinrich Francken, der ihr das Leben zur Hölle macht.

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Friederike Haller

Eine traurige Geschichte
aus dem Napoleonischen Krieg

Erika und Michael leben in einem Dorf im Süden Thüringens. Buchstäblich über Nacht bricht der Krieg über sie herein und trennt sie voneinander. Erika bangt um ihren Mann und wird selbst das Opfer der verhängnisvollen Ereignisse.

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Richard Koenig

Geschichte eines Sommers

Der alternde Schriftsteller Anton Alexander Zarrenthin lebt auf seinem Hof und Gut an dem Flüsschen Imse im Thüringer Land.

Es ist die Zeit um 1800, als sich Europa im politischen Umbruch befindet, und in den geistigen Sphären die Klassik Goethes und Schillers abgelöst wird von den Ideen der Romantik mit ihrem Hang zur Schwärmerei und Leidenschaft.

Leidenschaft treibt auch diese Männer und Frauen um, die auf Zarrenthins Gut zusammentreffen. Sie debattieren über das Leben und die Welt, über Kunst und Liebe, über den Geschmack des Publikums, über die Mode und über den Krieg. Sie kommen einander nahe und bleiben sich fern.

Eine bunte Gesellschaft verschiedenartiger Charaktere ist es, die sich auf das angenehmste die Zeit vertreibt - bis der Tod den Aufenthalt abrupt beendet.

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Roderik Rayven

Die Verstädterung von Tieren

Als sein Vater sich vor seinen Feinden verstecken muss, ändert sich für Kevin und seine Mama das Leben gründlich - und die Schwierigkeiten lassen nicht lange auf sich warten.

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Abel Seyler

Die schöne Wassilissa

Lustspiel mit Gesang

Pjotr Zarewitsch, der Thronfolger des Zaren, ist mit zwei seiner treuen Begleiter auf einer Jagdreise unterwegs, die ihn von seinen Liebesgefühlen ablenken soll. Die drei geraten in ein Dorf, wo gerade ein Fest gefeiert wird. Die zänkischen Schwestern Olga und Nastassja buhlen um Pjotr, der sich vorläufig nicht zu erkennen gibt. Wassilissa, die im Haus der Schwestern Dienst tun muss, erregt Pjotr's Interesse. Olga und Nastassja beschließen, die schöne Wassilissa fortzuschaffen und schicken sie unter einem Vorwand zur Hexe Baba Jaga. Wird sie Pjotr je wiedersehen?

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Susanne Riedinger

Der Sternenhimmel im Juni

Deutschland 1938. Ulrike ist eine junge Frau und lebt in einer Kleinstadt in Thüringen. Der Reichskanzler und Führer Adolf Hitler und seine Partei haben alle Macht an sich gerissen. Vor dem Hintergrund von wirtschaftlichem Aufschwung, drohender Kriegsgefahr und Verfolgung politischer Gegner erlebt Ulrike die Ausbreitung des faschistischen Geistes im täglichen Leben.

Sie kümmert sich um den trunksüchtigen Erich und dessen Sohn "Karlchen", der stets zu Streichen aufgelegt, aber ansonsten ein lieber Junge ist.

Während sich zwischen ihrer Freundin Anna und dem Hitlerjugend Funktionär Wolfgang eine Beziehung entwickelt, bleibt Ulrike vorerst allein.

Eines Tages taucht ihre Tante Gertrud auf und das Wiedersehen verändert Ulrikes Schicksal in ungeahnter Weise.

Dem Stil der großen Vorbilder Hans Fallada und Heinrich Böll verpflichtet, schildert diese Erzählung das Leben der einfachen Leute mit Herz und einer Brise Humor.

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Alexander Fuchs

Zu beiden Seiten der Anden

Notizen und Reflexionen während einer Reise nach Argentinien und Chile

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Friederike Haller

Herakles im Asyl

Wegen einer grausamen Tat muss Herakles aus seiner Heimat fliehen und gelangt ins Land der Phaiaken. Zwar wird er dort gastlich aufgenommen, aber zumindest der Schiffsbauer Naubolides hat mit dem Helden irgendetwas vor. Nach einem Fest wird Herakles beschuldigt, das Mädchen Melite missbraucht zu haben, doch er kann sich an nichts mehr erinnern. Nichtsdestotrotz wird er zu einer schweren Arbeit verdonnert, an der alle vor ihm gescheitert sind. Während er sich nach Kräften abmüht, versucht ein anderer, ihm alles zu verderben, es ist der mächtige Flussgott Aigaios. Und was, beim Zeus, hat Melite mit dem zu tun?

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Vera Nadasdy

Elisabeth. Königstochter

Im Jahre 1211 kam Elisabeth, die Tochter des ungarischen Königs Andreas und seiner Frau Gertrud, nach Eisenach auf die Wartburg, um dort mit dem Sohn des Landgrafen verheiratet zu werden. So wurde aus der Elisabeth von Ungarn die Landgräfin Elisabeth von Thüringen, die aufgrund ihres wundertätigen, leider sehr kurzen Lebens bald nach ihrem Tod (1231) heilig gesprochen wurde. Dieser Roman greift Motive aus Elisabeths Leben und Ereignisse aus ihrer Zeit auf. Die Handlung des Ersten Buches (Sieben Kapitel) erstreckt sich bis zur Hochzeit der jungen Landgräfin.

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Nikolai Novadin

Dostojewski in Dresden

Im Jahr 1849 wurde der Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski von einem russischen Militärgericht zum Tode verurteilt. Er hatte bei einer Versammlung des politischen Aktivisten Petraschewski einen "staats- und religionsfeindlichen" Brief des Literaturkritikers Belinski vorgelesen und weitergegeben.

Unmittelbar vor der Hinrichtung wurde Dostojewski durch Kaiser Nikolai, den Zaren, begnadigt, und die Strafe umgewandelt in mehrjährige Verbannung und Lagerhaft in Sibirien.

Jahre später kehrte Dostojewski nach Petersburg, seiner Heimatstadt, zurück und versuchte, sich als Schriftsteller und Zeitungsredakteur zu etablieren. Er heiratete die (um mehr als zwanzig Jahre jüngere) Anna Grigorjewna, mit der er, hauptsächlich um seinen Gläubigern zu entkommen, für einige Zeit in Dresden wohnte.

Die 1860er Jahre waren für die politische Lage in Europa außerordentlich ereignisreich und folgenschwer; am Ende standen unter anderen Ergebnissen die Gründung des Deutschen Kaisereichs und die Pariser Kommune. Viele ideologische Kämpfe wurden in dieser Zeit geführt, Politiker und Revolutionäre auf den unterschiedlichsten Positionen rangen um Einfluss und Macht.

Nikolai Novadin arbeitet für eine Abteilung im russischen Geheimdienst, die für die Aufklärung staatsfeindlicher Umtriebe im Ausland zuständig ist. Auch die Brüder Dostojewski geraten im Laufe der Ermittlungen ins Visier der Agenten. Zunächst aber wird Novadin, der übrigens selbst in eine unangenehme Sache verwickelt war, zur Bewährung nach London geschickt.

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Abel Seyler

Der Graf von Gleichen oder Kreuzzug wider Willen

Schauspiel mit Gesang

Hugo Graf von Gleichen soll auf allerhöchsten Befehl mit dem Kreuzfahrerheer ins Morgenland ziehen, obwohl er viel lieber auf seiner Burg im schönen Thüringen bleiben will. Alles Sträuben hilft nichts, er muss kämpfen. Und überdies auch noch auf seinen Sohn Heinrich aufpassen, der ihn begleitet. Der Graf befehligt eine bunte Truppe ehemaliger Landstreicher, und bei der Belagerung der Festung El Halasch läuft einiges schief. Schließlich gerät Heinrich in Todesgefahr ...

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Jerome Le Brag

Genua - zwei Tage älter

Charlotte Amalia war bis an ihr Lebensende eine Herzogin von Sachsen-Gotha-Altenburg, obgleich das Fürstentum längst unter andere Regierung gekommen war. Nach dem Tod ihres Gatten verließ Herzogin Charlotte die Residenz Gotha, in Begleitung des Astronomen Franz Xaver von Zach. Sie lebten in Neapel, in Marseille und in Genua.

Ihre Enkelin Luise heiratete 1817 Herzog Ernst von Sachsen-Coburg-Saalfeld, trennte sich aber später von ihm und nahm ihren Geliebten zum Mann. Aus der Ehe mit dem Herzog waren zwei Söhne hervorgegangen: Albert und Ernst von Sachsen-Coburg und Gotha. Albert heiratete Victoria, die Königin von England. Daher wird Prinzessin Luise auch als Stamm-Mutter des englischen Königshauses bezeichnet.

Herzogin Charlotte überlebte sowohl ihren Mann, als auch ihre Söhne August und Friedrich. Sie fand ihre letzte Ruhestätte 1827 in Genua; sie war nie mehr nach Gotha zurückgekehrt.

Jerome le Brag lässt über einen Zeitraum von einem halben Jahrhundert Schauplätze und Personen lebendig werden und schildert in einer kunstvollen Mischung aus Dichtung und Wahrheit das Wohl und Wehe einer versunkenen Welt.

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Mark Ponzio

Verhandlungen (Moskau 1939)

Ein Besuch beim König

Girolamo - ein Gelehrter der Renaissance

 

 
 
Fabio Paulfeld

Johann Zelters Reise ans Ende der Welt

Die Erlebnisse des Photographen Johann Zelter in Argentinien während des Ersten Weltkriegs.

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Alexander Fuchs

Die Anstalt

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde in einem Ort nahe Gotha eine "Anstalt für wahnsinnige Standes-Personen" eingerichtet, die von einem auswärtigen und nachmals sehr berühmten Arzt geleitet wurde. Die Erzählung greift das Thema auf und erfindet dazu eine Begebenheit, die im ironischen Ton den Anfang dieser Anstalt schildert.

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